Wir helfen hier und jetzt
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112

Ambulanter Hospizdienst

Jeder der geht

belehrt und ein wenig

über uns selber

kostbarster Unterricht

an den Sterbebetten.

Alle Spiegel so klar

wie ein See nach großem Regen,

ehe der dunstige Tag

die Bilder wieder verwischt

Hilde Domin

Was bedeutet Hospizarbeit?

Hospizarbeit bedeutet, schwerkranken und sterbenden Menschen, aber auch trauernden Angehörigen Beistand zu leisten. Sie sollen unabhängig von ihrer Abstammung, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen und politischen Anschauungen bis zu ihrer letzten Lebensstunde – möglichst im Zusammenwirken mit Familie und sonstigen Bezugspersonen, Pflegekräften und medizinischer Betreuung unter fachlicher Anleitung Unterstützung und Trost erfahren.

Die Hospizbewegung möchte ganzheitlich auf die Bedürfnisse von schwerkranken und sterbenden Menschen eingehen. Das heißt auch, weder künstlich Leben zu verlängern, noch aktiv Sterbehilfe zu leisten, sondern Beistand zu gewähren in den letzten Monaten, Wochen, Tagen und Stunden.

Auf ihrem Weg sollen schwerkranke und sterbende Menschen nicht allein gelassen werden. Sie wollen oft nicht von der Außenwelt isoliert sein, weiterhin in einer sozialen Gemeinschaft leben, für sie noch wichtige Dinge selbst oder mit Hilfe erledigen und sich verabschieden können. Sie möchten möglichst schmerzfrei in ihrer vertrauten Umgebung leben.

Was leistet das Hospizwerk?

Die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes sind psychosoziale Begleiter für schwerkranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Sie unterstützen die Beteiligten zu Hause, im Pflegeheim, bei Klinikaufenthalten und auf der Palliativstation. Die Hospizbegleiter übernehmen jedoch keine Pflege und keine Sitzwachen

Unsere Hospizbegleiter können (ganz praktisch)

  • pflegenden Angehörigen etwas Freiraum ermöglichen,
  • gemeinsam Musik anhören, etwas lesen oder einen Film anschauen,
  • Natur erleben,
  • gemeinsam schweigen,
  • sterbenden Menschen helfen, letzte Anliegen zu erledigen (gemeint ist damit nicht etwa eine Reise nach New York, solche Ziele verlieren dann meist an Bedeutung),
  • helfen, erlebte Schuld zu bearbeiten, sich zu versöhnen und sich oftmals selbst zu vergeben,
  • helfen, Rückschau über das eigene Leben zu halten,
  • helfen, Sich mit dem gelebten Leben oder einer Person zu versöhnen,
  • Dinge besprechen, mit denen man Angehörige nicht belasten möchte (manches geht mit Fremden leichter).

wichtig ist hier:

was wünscht sich der Mensch und was kann er noch erleben, ertragen oder umsetzen.

Mitarbeiter des Hospizwerks

Unsere Mitarbeiter sind ehrenamtliche qualifizierte Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter (in anderen Diensten auch Sterbebegleiter oder Sterbehelfer genannt) und ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen. Bei Bedarf vermitteln wir auch in spezielle Trauergruppen.

Für Koordination und Einsatzleitung steht eine erfahrene Sozialarbeiterin und Trauerbegleiterin zur Verfügung.

In unserer Beratungsstelle erhalten Sie

  • Information und Beratung zur Unterstützung und Versorgung schwerkranker, sterbender Menschen und ihrer Familien (z.B. wie kann Pflege daheim gestaltet
    werden und welche Sozialleistungen für pflegende Angehörige gibt es?)
  • Information und Hilfe zur Vorsorge und Selbstbestimmung am Lebensende (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung)

Wir arbeiten mit allen beteiligten Diensten zum Wohl der betroffenen Patienten und Familien zusammen und vermitteln neben der ambulanten Hospizbegleitung Schmerztherapie, Pflege, Hilfsmittel und entlastende und unterstützende Dienste.

Im Rahmen der SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) kooperieren wir mit den Palliativnetzwerken PNRN und Pal.

Wir sind Mitglied beim

  • Runden Tisch Hospiz in Mannheim,
  • beim Arbeitskreis Hospiz Rhein-Neckar und
  • in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz.

Vorbereitungsseminar für künftige Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter

Neue Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter werden in 5 Wochenendseminaren und einem 40stündigen Praktikum auf ihre spätere ehrenamtliche Arbeit vorbereitet.

Während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden sie durch regelmäßige telefonische und persönliche Beratung, Supervision/Praxisberatung und Fortbildungsangebote unterstützt.

Orientierungsseminar am 15. und 16. November 2019

Freitag von 17.00 – 21.00 Uhr und Samstag von 9.00 – 17.00 Uhr

Ihr Beitrag, damit wir Sie unterstützen können:

  • setzen Sie sich mit uns in Verbindung, das ist der erste und wichtigste Schritt, den Sie gehen müssen. Nur so können wir in einem ersten Gespräch klären, was wir für Sie tun können.
  • Im Anschluss kann ein Termin mit der Einsatzleiterin für einen informativen Hausbesuch vereinbart werden. Dabei können Ihre Wünsche und Erwartungen und unsere Einsatzmöglichkeiten zur Hilfeleistung besprochen werden.
  • Danach wählt die Einsatzleiterin eine für Ihre Bedürfnisse möglichst passende Hospizbegleitung aus, vereinbart Ort und Zeitpunkt der Begleitung mit Ihnen
  • Form und Intensität der Begleitung richten sich dann nach Ihren Wünschen und den Möglichkeiten der Begleitung.

Kontakt

Chantal Verveur, Auf dem Sand 78, 68309 Mannheim

Tel: 0621-70707-320  Fax: 0621-72707-7102 E-Mail: hospiz@asb-rhein-neckar.de




Orientierungsseminar ambulanter Hospizdienst am 15. und 16. November 2019

by ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar | September 23, 2019 | Ambulanter Hospizdienst

Wir möchten ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter auf diese erfüllende Aufgabe vorbereiten. Das Orientierungsseminar gestattet einen ersten Überblick über die Anforderungen ehrenamtlicher Hospizbegleitung bei uns, damit Sie für sich Ihre persönlichen Fähigkeiten und Ihre Belastbarketi für diese Aufgabe besser einschätzen können. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Chantal Verveur und Doris Detering Tel. 0621-72707-320 oder …
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