des Arbeiter-Samariter-Bund RV Mannheim/Rhein-Neckar

Notfälle: Streit mit den Krankenkassen um Kosten für Transporte / Hohes Defizit bei Verbänden
Kostenstreit: Rettungsdienste lassen Fahrzeuge in der Garage

Mannheimer Morgen 14.07.2010

Vom Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
Wegen eines Streits um die Kosten mit den Krankenkassen haben die Sanitätsorganisationen vier ihrer für Krankentransporte wie auch Rettungseinsätze genutzten Fahrzeuge vorübergehend stillgelegt, deren Fahrer nach Hause geschickt. Das führt zu deutlich, teils um mehrere Stunden verlängerte Wartezeiten für Patienten in Krankenhäusern, aber teilweise auch zu Verzögerungen bei der Notfallrettung. Über sechs Stunden hat es am vergangenen Freitag daher zum Beispiel gedauert, bis ein Patient (...)
"Die in den vergangenen Jahren an den Grundlohnsummensteigerungen orientierten Steigerungen des Budgets für die Notfallrettung haben die tatsächlichen Kostensteigerungen bei weitem nicht auffangen können", begründen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter (JUH) und Rotes Kreuz (DRK) in einer gemeinsamen Erklärung ihren Schritt. Die Organisationen könnten die Mehrkosten nicht länger selbst tragen und hätten die Krankenkassen "frühzeitig auf mögliche Konsequenzen hingewiesen" - aber ohne Erfolg. Wegen des Kostendrucks müsse man eben jetzt handeln. (...)
ASB-Geschäftsführer Roland Weiss: "Die Wagen sind vorher nicht 'rumgestanden, also wird man das merken - durch höhere Wartezeiten nicht allein beim Krankentransport", fürchtet er. Auch Rettungseinsätzen könnten sich verzögern, "weil eben die Chance sinkt, dass sofort ein freies Fahrzeug da ist". "Positive Auswirkungen auf die Hilfsfrist hat das sicher nicht", drückt sich Rettungsdienstleiter Kurt Gramlich vom Roten Kreuz diplomatisch aus. Allein beim Roten Kreuz summierte sich der Verlust pro Jahr aber auf 200 000 Euro, beim ASB sind es 160 000 Euro für 2009, bei den Johannitern ein "hohes fünfstelliges Defizit", so Thorsten Ernst. "Wir sind den Krankenkassen seit zehn Jahren entgegengekommen, haben immer günstig gerechnet und uns vertrösten lassen, aber jetzt ist Schluss", bekräftigt Ernst. (...)
"Eigentlich sind wir ja eine Organisation, die kommen und helfen will, wenn man uns braucht", beschreibt Roland Weiss vom ASB das Dilemma, "aber finanziell halten wir das einfach nicht mehr durch", betont er. Bei zwei der Organisationen hatte der Schritt auch arbeitsrechtliche Konsequenzen. Der ASB verlängerte Zeitverträge für 2,4 Planstellen nicht, beim DRK mussten fünf Mitarbeiter (...)


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Wer spielt für Deutschland – Banken oder Menschen?
ASB: Sparpaket legt Ungleichheit schon in Kinderjahren fest

Köln, 9. Juni 2010

In einer "Aktuellen Stunde" debattiert der Bundestag heute die geplanten Sparpläne der Bundesregierung. Vor diesem Hintergrund warnt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) insbesondere vor Einschnitten bei Eltern und alleinerziehenden Müttern. "Es darf nicht sein, dass die Sparmaßnahmen im sozialen Bereich bei denjenigen anfangen, die die Zukunft unseres Landes sind, nämlich den Kindern", erklärt Gabriele Osing, Leiterin der Sozialen Dienste beim ASB-Bundesverband.

In den Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes erleben die Mitarbeiter täglich, dass viele Eltern, darunter vor allem alleinerziehende junge Mütter, auf diese zusätzlichen Leistungen dringend angewiesen sind. Die vorliegenden Sparpläne vermitteln jedoch den Eindruck, dass die Regierung Besserverdienende schont und sich stattdessen bei jungen Familien bedient. "Wer hinnimmt, dass junge, arbeitslose Eltern z. B. schon das Babyschwimmen oder Krabbelgruppenangebot für ihre Kinder nicht bezahlen können, muss damit rechnen, dass so Ungleichheit schon in den Kinderjahren festgelegt wird", so Osing weiter.

Junge Familien auf dem Spielfeld des Alltags stärken

Nach Veröffentlichung der Regierungssparpläne stellt sich die Frage: Wer soll zukünftig für Deutschland spielen – Banken oder doch besser Menschen, die in ihrer Kindheit die Erfahrung von Solidarität und Unterstützung gemacht haben? Der ASB will, dass alle Kinder mit den gleichen Möglichkeiten für ein gelingendes und abgesichertes Leben aufwachsen. Bildung muss für sie von Anfang an möglich sein.

Deshalb setzt sich der ASB dafür ein, dass das Spielfeld des Alltags nicht denen überlassen wird, die ohne Rücksicht auf Schwächere ihre Positionen behaupten. "Junge Familien, alleinerziehende Mütter und Väter brauchen jetzt unsere Unterstützung. Nur so bekommen Kinder heute die Chance, morgen die Stützen unserer Gesellschaft zu sein", appelliert Osing an die Politik.


Kürzere Zivi-Zeit lohnt sich kaum

Mannheimer Morgen 03.11.2009

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Grande Dame der SPD

Mannheimer Morgen 06.10.2009

Renate Späh als eine "Grande Dame" der Mannheimer SPD zu bezeichnen, ist sicher nicht übertrieben: Nach elf Jahren im Gemeinderat und zuvor einer langen Zeit im Bezirksbeirat Lindenhof schied die langjährige stellvertretende Kreisvorsitzende zwar 1999 aus der aktiven Kommunalpolitik aus, sie engagiert sich aber - mit altersbedingten Einschränkungen - hinter den Kulissen wie eh und je für das Wohl ihrer Stadt, in der sie, eine gebürtige Karlsruherin, seit den 70er Jahren zu Hause ist.

Vorgestern von einer spannenden Iran-Reise zurückgekehrt, feiert sie heute ihren 75. Geburtstag, nur einen Tag vor ihrem drei Jahre älteren Ehemann Heribert Späh, der als Statiker an der Planung zahlreicher Gebäude in der Stadt beteiligt war. Renate Späh, von Beruf Diplom-Fotografin, begann ihr politisches Engagement im Umfeld der Pfalzplatz-Initiative auf dem Lindenhof und steht für einen pragmatischen, an der SPD der sozialliberalen Ära orientierten Kurs. Das schlechte Ergebnis ihrer Partei bei der Bundestagswahl war für sie "ein Schock", eine Öffnung der SPD für die "Roten" hält sie allerdings für den falschen Weg: "Den Oskar Lafontaine konnte ich noch nie verstehen", sagt sie.

Seit einiger Zeit hat sie sich aus Kreis- und Ortsverband der SPD zurückgezogen (Späh: "Ich bleibe aber Mitglied!"), Ehrenämter wie die Mitwirkung als sachkundige Bürgerin im Theaterausschuss hat sie abgegeben. Um das Trümmerfrauen-Denkmal in den Quadraten kümmert sie sich ebenso wie um die Kunsthalle, deren Förderverein sie mitgegründet hat. Den Förderverein für das ASB-Hospizwerk, den sie ebenfalls mitbegründete, leitet sie seit vielen Jahren als Vorsitzende.

Essen soll weiterhin schmecken

Mannheimer Morgen 11.02.2009 - Corinna Schmitt

Pia, Laura, David und Sophie langen kräftig zu. Mit ihrer Gabel spießen sie sorgfältig Nudeln und Gulasch auf, bis der Teller leer ist. Wie es schmeckt? "Lecker!" sind sich alle vier Kinder einig. "Wenn jemand Geburtstag hat, gibt's auch Kuchen", erzählt der sechsjährige David fröhlich. Wer zwischendurch spricht, macht zuerst den Mund leer - Tischsitten beherrschen die Grundschüler aus dem Effeff.

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Vorsitzender zieht Erfolgsbilanz

Artikel aus den Nord-Nachrichten Juni 2009 über die Mitgliederversammlung des ASB.

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